Arten
In diesen Gewässern sind bis zu 21 verschiedene Arten anzutreffen, vom riesigen Blauwal bis hin zum gefürchteten Schwertwal. Eine Art von der anderen im offenen Meer und mit bloßem Auge zu unterscheiden, kann unter Umständen schwierig sein, insbesondere wenn sie sich nicht in der Nähe des Boots befinden. Dennoch kann man die Auswahl des jeweils betrachteten Tiers anhand der folgenden Merkmale recht gut einschränken: Größe, Kopfform, Rückenflosse, Körper und Fluke, Körperfarbe und Verhalten. ​

Einheimische Arten: Sie halten sich ganzjährig in einem bestimmten Gebiet auf. Großer Tümmler (Tursiops truncatus) Hierbei handelt es sich um die bekannteste Delfinart und ist leicht in geringer Entfernung zur Küste Teneriffas anzutreffen. Die durchschnittliche Länge der Männchen beträgt 2,7 Meter und die der Weibchen 2,5 Meter. Ältere Tiere können allerdings eine Länge von bis zu 3 Metern erreichen. Sie leben in Gruppen von 10 bis 30 Tieren zusammen und besitzen eine dunkelgraue Haut am Rücken, die sich bis zum Bauch zunehmend aufhellt.

Kurzflossen-Grindwal (Globicephala macrorinchus) Diese auch als „Pilotwal“ oder „Kurzflossen-Grindwal“ bekannte Walart gehört zur Familie der Delfine. Er besitzt Zähne (Zahnwal) und wird aufgrund seiner Größe als Wal und nicht als Delfin bezeichnet. Er kann eine Länge von bis zu 5 Metern erreichen und wiegt zwischen 1 und 2 Tonnen. Diese Walart ist bei einer Beobachtungsfahrt in den Gewässern Teneriffas am häufigsten anzutreffen.

Sporadisch anwesende Arten: Sie sind über das Jahr hinweg gelegentlich als Besucher anzutreffen. Zügeldelfin (Stenella frontalis) Diese Art zeichnet sich durch die Flecken aus, die den größten Teil der Haut eines ausgewachsenen Tieres bedecken. Sie treten in großen Gruppen auf und zeigen ein sehr aktives Verhalten. Am häufigsten kann man sie zwischen Herbst und Ende des Frühjahrs beobachten. Gewicht: 60-80 kg Größe: bis zu 2,3 Meter

Rauzahndelfin (Steno bredanensis) Besonders charakteristisch für diese Art sind die Streifen an seinen Zähnen und seine längliche Schädelform. Er ist dunkler als der Große Tümmler und hat hellere Flecken. Die Gruppen bestehen aus 6 bis 10 Tieren. Gewicht: bis zu 150 kg Größe: bis zu 2,7 Meter

Edenwal (Balaenoptera edeni) Er sieht ähnlich aus wie der Seiwal, ist aber etwas kleiner und kräftiger. Darüber hinaus besitzt er eine Besonderheit, die bei keiner anderen Art dieser Familie anzutreffen ist: Anstelle eines mittleren Kiels besitzt er drei auf der Kopfoberseite verlaufende Kiele. Die Männchen erreichen eine Länge von durchschnittlich 13,7 m und die Weibchen eine mittlere Länge von 14,5 m, wobei die maximale Länge 15 m beträgt. Die Oberseite ist dunkelgraublau bis metallisch blau und die Flanken sind etwas heller. Bauch und Kehle sind hell.

Blau-Weißer Delfin (Stenella coeruleoalba) Aufgrund seiner blauen Farbe und der Bänder, die von den Augen bis zum Schwanzansatz verlaufen, ist er leicht zu erkennen. Er ist zwar ein sehr schneller Schwimmer und springt auch gerne aus dem Wasser, doch zeigt er sich manchmal auch scheu gegenüber Booten. Gewicht: 100-130 kg Größe: 2,7 Meter

Rundkopfdelfin (Grampus griseus) Seine Form ähnelt zwar sehr der des Kurzflossen-Grindwals, doch unterscheidet er sich von diesem durch die graue Farbe seiner Haut, die bei einigen ausgewachsenen Tieren fast weiß ist, und den farblichen Kontrast zur Rückenflosse, die ebenfalls dunkel ist. Gewicht: 300-600 kg

Pottwal (Physeter macrocephalus) Der Pottwal ist die größte Art der Zahnwale und erreicht die Größe von Großwalen. Charakteristisch ist sein riesiger Kopf, seine längsfurchige, dunkle Haut und seine kleine Rückenflosse. Bei der Nahrungssuche taucht er über eine Stunde bis in Tiefen von über 2.000 Meter. Am häufigsten kann man ihn im Frühjahr sehen. Gewicht: 15-60 Tonnen Größe: 11-18 Meter

Saisonale/migratorische Arten: Sie sind zu allen Jahreszeiten anzutreffen. Gemeiner Delfin (Delphinus delphis) Der Gemeine Delfin ist in fast allen Meeren der Erde anzutreffen. Er ist leicht an seiner besonderen gelblichen Färbung an den Flanken zu erkennen. Im Winter ist die Wahrscheinlichkeit am größten, ihn sehen zu können. Gewicht: 80-130 kg Größe: bis zu 2,5 Meter

Finnwal (Balaenoptera physalus) Das deutlichste Unterscheidungsmerkmal des Finnwals ist wohl seine Hautfarbe. Während Oberseite und Seiten schwarz oder dunkelgraubraun sind, geht der Farbton bis zum Bauch langsam in Weiß über. Am Kopf zeigt sich jedoch eine asymmetrische Farbverteilung. Die rechte Seite des Gesichts ist hellgrau und der Unterkiefer ist ebenso wie die Färbung der Kehle und des Bauchs weiß. Die linke Hälfte des Gesichts ist dunkler. Der Kiefer und ein Teil der Kehle sind auf dieser Seite dunkelgrau. An der Rückenpartie hinter dem Kopf besitzt er eine Reihe von querverlaufenden Entfärbungen. Die deutlichste und auf der rechten Seite besonders hervortretende besitzt die Form eines umgedrehten „V“.

Seiwal (Balaenoptera borealis) Das Männchen erreicht eine Länge von bis zu 17,1 Metern und das Weibchen bis zu 18,6 Metern. Der Seiwal wiegt ungefähr 25 Tonnen. Er ähnelt dem Edenwal, ist jedoch etwas größer, dunkler und schlanker und besitzt nur einen Kiel im Gesicht. Der Kopf hat eine ähnliche Proportion wie der des Finnwals und entspricht 1/4 bis 1/5 seiner Gesamtlänge, ist jedoch schmaler und weist einen deutlich ausgeformten Kiel auf. Abgesehen von der weißlichen Bauchpartie, die in ihrer Ausdehnung variieren kann, besitzt er eine dunkelgraue oder braune (annähernd schwarz sogar) Färbung, die bisweilen an galvanisiertes Metall erinnert.

Kleiner Schwertwal (Pseudorca crassidens) Er hat einen schlanken Körper mit einer Rückenflosse, die bis zu 30 cm hoch sein kann. Ein typisches Unterscheidungsmerkmal dieser Art sind die Rundung und Ausbuchtung auf halber Länge der beiden Flossen. Der Kleine Schwertwal besitzt eine einheitlich dunkelgraue bis schwarze Farbe. Er erreicht eine Körperlänge von bis zu 6 Metern, kann 1.500 kg wiegen und wird ungefähr 60 Jahre alt. Es ist ein geselliges Tier, das in Gruppen aus 10 bis 50 Walen lebt.

 

Selten anzutreffende Arten

  • Blainville-Schnabelwal  (Mesoplodon densirostris)
  • Cuvier-Schnabelwal (Ziphius cavirostris)
  • Gervais-Zweizahnwal (Mesoplodon densirostris)
  • Zwergpottwal (Kogia breviceps) (Kogia breviceps)
  • Borneodelfin (Lagenodelphis hosei)
  • Blauwal (Balaenoptera musculus)
  • Buckelwal (Megaptera novaeangliae)
  • Zwergwal (Balaenoptera acutorostrata)
  • Schwertwal (Orcinus orca)

Vorschriften Es gibt diverse spanische und internationale Vorschriften und Gesetze zum Schutz der Populationen der Grindwale und Delfine. Deshalb ist es wichtig, bei allen menschlichen Aktivitäten, die Auswirkungen auf diese Tiere haben können, wie beispielsweise die Walbeobachtung,
besondere Vorsicht walten zu lassen.
Anbieter dieser Aktivität müssen sich an folgende Regeln halten:

VERBINDLICH VORGESCHRIEBEN

  • Einhaltung eines Abstands von mindestens 60 Metern
  • Maximale Beobachtungszeit: 30 Minuten
  • Fahren mit reduzierter Geschwindigkeit
  • Vermeidung einer größeren Bootsansammlung
  • Verlassen des Gebiets, wenn die Tiere gestört werden

VERBOTEN
  • Baden mit den Tieren
  • Füttern der Tiere
  • Berühren der Tiere
  • Entsorgen von Abfällen im Wasser
  • Stören der Tiere durch Geräusche